Zielvorgabe

Unser erklärtes Ziel war, mindestens ein KfW 55-Haus zu bauen, wenn möglich sogar KfW 40.

Von Oktober 2014 bis ins Frühjahr 2015 befassten wir uns intensiv mit jedem Fertighaushersteller in umliegenden Musterhausaustellungen. Wir hatten bei jedem Besuch immer nur einen Termin bei einem Hersteller. Dort nicht vertretene Firmen besuchten uns zu Hause.

Im 1. Termin ließen wir uns die baulichen und technischen Möglichkeiten erklären, erarbeiteten mit dem Mitarbeiter aufgrund unserer Vorstellungen und Pläne den Grundriss und vereinbarten einen Folgetermin um uns einen Entwurf inklusive Kostenkalkulation präsentieren zu lassen. Alle Hersteller bekamen die gleichen Vorgaben.

In den Tagen, und am Wochenende auch Nächten, bis zum nächsten Termin hinterfragten wir die erhaltenen Informationen bezüglich der Haus- und Heiztechnik, befassten uns mit der Firmenhistorie des Herstellers, recherchierten wo hergestellt wird, schauten uns die Partnerfirmen an. Auch wenn das Ergebnis war, dass dieser Hausbauer nicht in Frage kommt, nahmen wir den 2. Termin wahr. Uns war wichtig, die gewonnenen Erkenntnisse, Widersprüche und Fragen dann auch zu klären. Im Verlauf eigneten wir uns so viel Wissen an, dass es uns Freude bereitete, solche „Nein-Danke-Termine“ zu absolvieren.

Es gab einen Hersteller der uns überzeugen wollte, dass ein KfW 70-Haus völlig ausreichend ist, einen Stromspeicher für Solarenergie brauchen wir nicht, man baue uns einen Vorwärts-Rückwärtszähler ein, der alles „direkt verrechnet“. Dass das mit unserem Stromanbieter nicht geht, wurde ignoriert, bereits in diesem 2. Termin wurden wir gefragt, wann wir denn unterschreiben wollen. Der Preis dieses KfW 70-Hauses lag sogar höher als der eines „Premiumanbieters“ für ein KfW 55-Haus. Dieser Hersteller wurde alsbald von einer Holding übernommen und bewirbt seine Häuser heute als hätte er Energieeffizienz erfunden.

Für einen alteingesessenen Fertighaushersteller (nicht der o.g. „Premiumanbieter“!) war die Grenze KfW 55. Man müsse die anstehenden EnEv-Stufen noch einmal mit der Geschäftsführung besprechen, dass das alles schon Gesetz ist, sei neu für die Mitarbeiterin. Der erarbeitete Entwurf für unser Haus konnte sich sehen lassen und grundsätzlich war die angebotene Haustechnik gut.

Eine Firma, die seit einigen Jahren an ihrem Comeback arbeitet, wirbt damit, ausschließlich KfW 40 zu bauen. Leider war die angebotene Technik veraltet: Bleigelakku als Speicher und verkabelte BUS-Technik für viel Geld.

Vertreter mancher Firmen konnten gar nicht mit unseren energieeffizienten Vorstellungen oder der uns vorschwebenden Haustechnik umgehen. Eh wir überhaupt zu unseren Grundrissplänen kamen, mussten wir lang und breit erklären, wie die Haustechnik in Zukunft aussieht. Einige brauchten Wochen für eine nicht befriedigende Umsetzung, andere meldeten sich gar nicht mehr.

Während wir uns in dem ein oder anderen Musterhaus umsahen, bekamen wir so manches „Verkaufsgespräch“ während einer Führung mit. Immer wieder wurde die Energieeinsparverordnung weggeredet. Mit gezielten Fragen und Aussagen gelang es uns, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Massivhausbauer schieden aus, als es um die Kosten der Dämmung und Energieeffizienz ging.

Zwei Hersteller blieben übrig, bei beiden besichtigten wir das Werk und die Ausstattungsausstellung.

Wir haben uns für WeberHaus entschieden.

Wo alles begann …..

Im Sommerurlaub 2014, beim Blick von der Beachhouse-Veranda über den Garten zum Meer, stellten wir fest, dass wir dafür sorgen müssen, Urlaubsstimmung in unseren Alltag einfließen zu lassen – anstatt zweimal im Jahr auf der Suche nach Entspannung und Wellness die Koffer für teuere Urlaube zu packen.

Wir waren uns aufgrund der anstehenden Maßgaben im Rahmen der Energieeinsparverordnung 2016 und 2021 schnell einig, dass der Erwerb einer Bestandsimmobilie nicht in Frage kommt und wir neu bauen. So begannen wir im Herbst mit der Grundstückssuche und forderten Unmengen Kataloge und Infomaterial von Massiv- und Fertighausherstellern an.

Was wir dann im Bezug auf Hausbau und Banken in der heutigen Zeit erleben und lernen durften, war mehrfach unglaublich – zumal wir nicht unerfahren sind. Zwischendurch haben wir uns manches Mal auf die Beachhouse-Veranda zurückgewünscht.

Jetzt – 1 Jahr später – ist der Baubeginn absehbar:

Architekt 2
1. Architektenentwurf

Wir bauen einen Winkelbungalow auf Bodenplatte.

KfW40 Effizienz plus, mit einer ca. 15,50 kWp-Photovoltaikanlage, Direktwärmepumpe und dezentraler Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Wir sind frei von fossilen Brennstoffen und versorgen uns nahezu selbst mit Energie. Als Sahnehäubchen leisten wir uns über die Direktwärmepumpe eine Kühlfunktion im Sommer, sodass wir grundsätzlich zu jeder Jahreszeit eine Innenraumtemperatur von 22 Grad C haben werden. Für Wellness und Entspannung sorgen neben der zentralen, aber dennoch grünen Wohnlage eine Elementesauna im Bad und ein überdachter Pool im Garten.

Über den Weg, Stolpersteine, Felsbrocken, Glücksgriffe, Zufälle und wie sich unser neues Nest entwickelt, werden wir fortlaufend berichten.

Gaby & Ralf